Knispel 1900 – 1914
„Die Jahrhundertwende vollzog sich in aller Stille. Der Ort erfuhr wohl seine beste Zeit – „die gute alte Kaiserzeit“. Seit dem Jahr 1900 besaß Knispel eine Wasserleitung. Eine Quelle an der Westseite des Dorfes hinter dem ehemaligen Schafferteich lieferte das Wasser. Den Ausbau der Leitung übertrug die Gemeinde dem Unternehmer Müller aus Kattowitz für 10.000 Mark. Angeschlossen waren bis jetzt die Besitzer an der Nordseite des Dorfes, auch die Pfarrei und die Schule genossen die Vorteile dieser Einrichtung. Bei dem Bau der Wasserleitung entdeckte man die Überreste einer ehemaligen Holzwasserleitung, die zu der im Dorfe gelegenen Brennerei des ehemaligen Vorwerks führte   ...weiter...

Der Weltkrieg 1914-1918 und seine Folgen
„In Sarajewo hatte man den österreichisch-ungarischen Thronfolger ermordet. Es war der Anlaß zu diesem entsetzlichen Krieg. Die Ernte hatten die Bauern gerade eingebracht. Viele junge Männer wurden zu Soldaten gerufen. Die Bauern mussten ganze Pferdegespanne für das Militär nach Katscher stellen. Da viele Männer eingerückt waren, blieb den Frauen und den alten Männern die Arbeit in Feld und Hof. Als Ersatz richtete man im Ort ein russisches Kriegsgefangenenlager ein. Die Gefangenen halfen in der Landwirtschaft. Wegen der verhängten Zwangswirtschaft war es um die Ernährung der Bevölkerung schlecht bestellt.
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Die Zeit von 1933 – 1945
„Im Jahre 1933 kam Hitler an die Macht. Man hielt den Atem an; was wird wohl jetzt kommen! Es fing alles recht gut an. Vielen armen Leuten wurde geholfen, arbeitslose Männer fanden wieder Arbeit. Einige neue Häuser wurden für billiges Geld errichtet. Es herrschte wieder Ruhe und Ordnung, aber der Schein war trügerisch. Hitlers Expansionspolitik gegenüber unseren östlichen Nachbarn stieß auf Widerstand. Im Herbst 1938 verlangte er von der CSR die Abtretung des Sudentengebietes. Viele Flüchtlinge aus dem Sudetengebiet strömten in unser Gebiet..
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