Knispel, das Rundangerdorf
„Als der in Knispel hochgeschätzte Pater Schell, ein Westfale, von seiner bischöflichen Behörde den Auftrag bekam, nicht, wie es sein größter Wunsch war, nach England zu gehen, sondern Seelsorger in Knispel, im Bezirk des Generalvikariates Branitz, dem deutschen Anteil der Erzdiözese Olmütz, im Kreis Leobschütz zu werden, musste er erst mal die Deutschlandkarte aufschlagen, um nachzusehen, wo denn dieses Knispel lag.“ Wir schauen auch mal nach ...weiter...

Höfe, Laimes und andere Gebäude
Sicherlich werden die ersten Höfe in Knispel reine Zweckbauten gewesen sein, doch gehörte der fränkische Stil seit Menschengedenken zum Dorfbild Knispels. Planvoll liegt Gehöft an Gehöft. Betrat man einst das einzelne, so schritt man durch das hohe, oft gemauerte, Hoftor, das zwischen Wohn- und Auszugshaus lag. Unterteilt war dieses in das große Wagentor und die Hoftür. ...weiter...

Wege und Straßen
„(...)Der Straßenverlauf in einem Rundling ist kreis- oder bogenförmig. Diese Dorfstraßen waren in Knispel mit Basalt (Kopfsteinpflaster) versehen. Auf der kleinen Seite war teilweise nur eine Straßenhälfte gepflastert. (...) Die Wirtschaftswege in der Feldmark waren in Abhängigkeit von der Benutzung mehr oder weniger oder gar nicht befestigt. (...) Für Autos oder Lastkraftwagen war Knispel nur über die Schirmker Chaussee erreichbar. ..weiter...

Die Dreifelderwirtschaft
„Viele Jahrhunderte bewirtschafteten die Knispler ihre Äcker nach dem einst fortschrittlichen Prinzip der Dreifelderwirtschaft. Ein Drittel der Felder wurde zur Wintersaat, ein Drittel zur Sommersaat genutz, das letzte Drittel blieb brach liegen. Im jeweils darauffolgenden Jahr wurde die Brache dann in die Bewirtschaftung eingeschlossen, ein anderes Drittel liegen gelassen. Sommer- und Wintersaat wechselten auf den einzelnen Dritteln ab. Das jeweilige Brachland erhielt die nötige Ruhe und Erholung des Bodens. ...weiter...